Für Familien, die nicht mit diesem Konzept aufgewachsen sind, klingt „Internat“ vielleicht wie etwas aus einem Roman – Schlafsäle, strenge Tagesabläufe, Heimweh. In Wirklichkeit sehen moderne Internate ganz anders aus, und für Tausende internationaler Familien jedes Jahr ist gerade der Internatsbesuch der Grund, warum eine hervorragende Ausbildung im Ausland überhaupt erst möglich ist. Was genau ist also ein Internat? Wenn Sie diese Option zum ersten Mal in Betracht ziehen, erfahren Sie hier, was ein Internat eigentlich bedeutet, wie der Alltag dort aussieht und was Sie vor der Entscheidung beachten sollten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Ein Internat bedeutet, während der Schulzeit auf dem Schulgelände zu wohnen und dort den Unterricht zu besuchen – es ist eine Lebensform, kein eigenständiger Lehrplan.
- Familien entscheiden sich für ein Internat wegen der akademischen Struktur, der Selbstständigkeit, der internationalen Ausrichtung und der kontinuierlichen Betreuung – was insbesondere für umziehende Expat-Familien von Vorteil ist.
- Ein typischer Tag im Internat besteht aus einer ausgewogenen Mischung aus Unterricht, Sport oder anderen Aktivitäten, betreuter Lernzeit und gemeinsamen Mahlzeiten, wobei das Personal auch außerhalb der Unterrichtszeiten zur Verfügung steht.
- Der Hauptunterschied zwischen einem Internat und einer Tagesschule liegt nicht im Unterricht selbst, sondern in der Struktur und der Betreuung, die den Unterricht umgibt.
- Achten Sie beim Vergleich von Internaten auf den angebotenen Lehrplan, die Struktur der Schülerbetreuung, die Größe der Gemeinschaft, das außerschulische Angebot und den Standort.
- Die Schweiz ist aufgrund ihrer Sicherheit, ihrer zentralen Lage in Europa und ihres mehrsprachigen Umfelds ein beliebtes Ziel für Internatsschüler.
- HIF ist ein Internat in den Schweizer Alpen, das den englischen Lehrplan (iGCSE & A-Levels) sowie die Schweizer Matura anbietet und sich durch kleine Klassen und eine eng verbundene Internatsgemeinschaft auszeichnet.
Was ist ein Internat? Die grundlegende Definition
Im Grunde genommen ist ein Internat eine Schule, an der die Schüler während der Schulzeit nicht nur den Unterricht besuchen, sondern auch auf dem Schulgelände wohnen. Anstatt um 15 Uhr nach Hause zu gehen, essen, lernen, verbringen Zeit mit Freunden und schlafen die Internatsschüler in der Schule. In der Regel kehren sie während der offiziellen Ferien und – je nach Schule – an manchen Wochenenden nach Hause zurück. Die meisten Internate nehmen auch Tagesschüler auf, die in der Nähe wohnen und jeden Abend nach Hause gehen, sodass eine einzelne Schule sowohl Internats- als auch Tagesschülerfamilien nebeneinander betreuen kann.
Das Internatsleben ist kein eigenständiger Lehrplan und keine eigene Qualifikation – es ist eine Lebens- und Lernweise. Ein Internat folgt nach wie vor einem bestimmten akademischen Lehrplan (im Falle von HIF ist dies der englische nationale Lehrplan, der neben der Schweizer Matura auch zu iGCSEs und A-Levels führt); der Begriff „Internat“ beschreibt lediglich, wo und wie die Schüler diesen Lehrplan außerhalb der Unterrichtszeiten erleben.
Warum entscheiden sich Familien für ein Internat?
Die Gründe sind von Familie zu Familie unterschiedlich, doch einige tauchen immer wieder auf:
- Struktur und Fokus — Akademischer Schwerpunkt. Da kein tägliches Pendeln erforderlich ist und abends festgelegte Lernzeiten vorgesehen sind, fällt es den Schülern oft leichter, ihre Schularbeiten im Griff zu behalten.
- Selbstständigkeit und internationale Erfahrung — Das Zusammenleben mit Gleichaltrigen aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem Hintergrund fördert die Selbstständigkeit und die kulturelle Kompetenz, wie es an einer Tagesschule kaum möglich ist.
- Seelsorge — Das Internatspersonal steht den Schülern auch außerhalb der Unterrichtszeiten zur Seite, um ihr Wohlbefinden zu fördern – nicht nur ihre schulischen Leistungen.
- Stabilität beim Umzug — Für Expat-Familien, die aus beruflichen Gründen umziehen, gewährleistet das Internat die Kontinuität der Schulbildung, selbst wenn die Familie erneut umzieht.
Internat vs. Tagesschule: Der entscheidende Unterschied
Die vermittelten akademischen Inhalte können zwischen einem Internat und einer Tagesschule, die denselben Lehrplan anbieten, identisch sein. Der Unterschied liegt in allem, was drumherum passiert: Ein Internatsschüler hat fest eingeplante Abendlernzeiten, nimmt seine Mahlzeiten als Teil der Schulgemeinschaft statt zu Hause ein und kann sich auch außerhalb der Unterrichtszeiten sowohl in schulischen als auch in persönlichen Belangen an das Personal wenden. Für viele internationale Familien ist diese Beständigkeit wichtiger als jede einzelne Unterrichtsstunde.
Worauf man bei der Auswahl eines Internats achten sollte
- Lehrplan — Welchem Lehrplan folgt die Schule, und wohin führt dieser? (iGCSEs und A-Levels, das IB, ein nationaler Lehrplan oder eine Kombination daraus.)
- Seelsorge — Wie ist die Seelsorge organisiert? Wer ist für das Wohlergehen der Schüler außerhalb des Unterrichts verantwortlich?
- Größe der Gemeinschaft — In einer kleineren Internatsgemeinschaft kennt das Personal die Schüler oft persönlich, anstatt dass sie nur einer von Hunderten sind.
- Außerschulisches Leben — Sport, Naturerziehung und Vereine sind ein wichtiger Bestandteil des Internatslebens – suchen Sie nach einer Schule, an der diese Bereiche ein fester Bestandteil des Angebots sind und nicht nur eine Nebensache.
- Lage — Wo befindet sich die Schule, und was bietet die Umgebung in Bezug auf Sicherheit und Lebensqualität?
Internat in der Schweiz: Warum die Alpen eine beliebte Wahl sind
Die Schweiz ist seit langem ein beliebter Standort für internationale Internatsschulen, und zwar sowohl aus praktischen als auch aus landschaftlichen Gründen: politische Stabilität, eine hervorragende Sicherheitsbilanz, eine zentrale Lage für Reisen durch ganz Europa sowie eine wahrhaft mehrsprachige Kultur, die das, was die Schüler bereits im Unterricht lernen, noch verstärkt.
Am Hochalpines Institut Ftan (HIF) ist dieser Ort das Dorf Ftan in den Schweizer Alpen im Kanton Graubünden. Die Schüler absolvieren entweder den englischen Lehrplan – iGCSEs und A-Levels – oder die Schweizer Matura in kleinen Klassen, in denen, wie die Schule es formuliert, „jeder Schüler als Individuum wahrgenommen wird“. Das Leben im Internat ist geprägt von einer eng verbundenen Gemeinschaft, wobei Naturerziehung und Sport – einschließlich einer eigenen Sportakademie – fest in den Schulalltag eingebunden sind und nicht als bloße Zusatzangebote betrachtet werden.
Wenn Sie überlegen, ob ein Internat das Richtige für Ihre Familie ist, ist es in der Regel am besten, sich selbst ein Bild davon zu machen. Erfahren Sie mehr über das Leben in unserer Internatsgemeinschaft oder wenden Sie sich an unser Zulassungsteam, um einen Besuch zu vereinbaren.